| Beschreibung
Pierre Damoy ist einer der talentiertesten, kompromisslosesten Perfektionisten im Burgund. Da er im Besitze bester Lagen ist, kennt er nur ein Ziel, die entsprechenden Weine, d.h. die besten Burgunder zu produzieren. Seine wundervollen Grand Crus gehören zweifelsohne zu den besten Weinen, die Sie im Burgund finden können. Damoy ist immer bei den Letzten, die ihre Ernte einbringen, so auch im 2008, als er die letzte Parzelle erst am 14. Oktober las. Seine einsame Equipe war als einzige weit und breit an der Arbeit. Der Lesezeitpunkt aber war für die Qualität in diesem Jahr von grösster Bedeutung. Die Erträge waren wie immer sehr gering. Wie viele Spitzenproduzenten peilt das Gut mit jedem Jahrgang Erträge von 25 hl/ha an. Spielt das Wetter mit (wie im 2005), dann werden diese Erträge in etwa eingefahren. Macht das Wetter Kapriolen wie im 07 und 08 und werden dadurch strenge Sönderungen notwendig, rückt das Ziel in weite Ferne. Ein weiterer Pluspunkt dieser Ausnahmedomaine: der grosse Anteil alter und ältester Reben (Näheres dazu bei den Beschreibungen der Weine), die keine hohen Erträge zulassen, die locker gefügte, gut durchlüftete Trauben mit kleinen, dickschaligen Beeren tragen und so gegen Fäulnis besser gewappnet sind und somit regnerische Perioden problemlos überstehen können. Dass solche Trauben, einmal ausgereift, Weine von überlegener Komplexität ergeben, ist bekannt. 2005 hat auf dem Gut Damoy Geschichte geschrieben. Eine grandiosere Palette hat die Domaine zuvor nie produziert, und alle Experten, die diese Weine degustieren durften, stufen sie bei den Allerbesten des Jahrgangs ein. Seither hat es das erreichte Niveau nicht mehr verlassen. Die penible Sorgfalt in Rebberg und Keller, die drastischen Ertragsbeschränkungen, die komplette Beherrschung von immer mehr Details, all das beginnt seine Früchte zu tragen, gerade in komplizierten Jahrgängen wie 2007 und 2008, wo Alles von der Arbeit des Winzers abhängt. Man darf nicht vergessen, dass Pierre Damoy erst 1992 angefangen hat. Die "Ausbildung" zum Produzenten dauert lang, eigentlich ein Leben lang, denn Erfahrung, Ruhe und Übersicht sind von grösstem Wert. Damoy hat nun seine Meisterschaft erreicht, wenn man es so ausdrücken will. Und auch ein Henri Jayer hat seine besten Weine nicht in seiner Jugend, sondern in den Jahren vor seinem Rücktritt gemacht. Chapelle-Chambertin gilt unter den Grands Crus von Gevrey-Chambertin als der subtilste und eleganteste. Damoys 2008er entspricht dieser Vorgabe mit seinem feingliedrigen Tannin, seiner extremen Transparenz, seiner seidigen Delikatesse und seinem betörendem Charme voll und ganz. Reben von 1947. "Reife Aromen, dunkelbeerig, Cassis, Kirschen. Herrliche Länge, noble Mineralität, feinstes Tannin. Ein Gewächs mit all der Finesse, die man von einem Chapelle-Chambertin erwarten kann. 93 Punkte." (Allen Maedows' Burghound.com)
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